Dschungelpiste im Modulkiri
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Rough Riders on Tour
Was zeichnet einen guten deutschen Taxifahrer aus? Er muss die Strassen seiner Stadt kennen und flott sollte er sein. Und den kambotschanischen Taxifahrer? Flott muss auch er sein, aber er muss jedes Schlagloch kennen, damit er Auto inklusive Passagiere heil ans Ziel bringen kann.
Gerade noch haben wir die feinen Landstrassen Thailands genossen, da offenbaren sich direkt hinter der Grenze Kambodschas die wuestesten Strassen ganz Asiens. Die sogenannten Nationalstrassen sind oftmals Asphaltstuecke mit unzaehligen Schlagloechern, die einen glauben lassen, der letzte Moerserangriff liegt noch nicht allzu lange zurueck. Oftmals sind es sogar nur Erdpisten mit vielen Querrinnen, auf denen der Motorradfahrer kraeftig durchgeschuettelt wird. Aber keine Beschwerden. Wollten wir nicht ein bisschen Abenteuer haben? Ja, hier ist es. Diese Strassen mit ihren Holzbruecken und selbst gezimmerten Faehren machen diese sonst landschaftlich eher langweilige Gegend zu einem interessanten Erlebnis. Gerade rubbelt man noch ueber Wellblechpiste dahin, da macht einem eine Querrinnen, die einem den Stossdaempfer bis zum Anschlag durchhaemmert, klar, dass etwas langsamer einfach etwas besser ist. Doch hier tut sich einiges. Der Highway No. 7 zwischen Phnom Penh und Kratie, noch vor Jahren eine der schlechtesten Verbindungsstrassen Richtung Norden, ist mittlerweile neu asphaltiert. Also liebe Off-Road-Gemeinde, beeilt euch, sonst verpasst ihr den besten Teil Asien.
P.S. Wer es sich wirklich geben will, kommt zur Regenzeit!
Fuer die „Nachfahrer“ hier der aktuelle Januar 2004 Strassenzustandsbericht:
- Poipet – Sisophon (2 Stunden) :
- KM 0-90: gut, aber riesige Schlagloecher (ca. 30-50 cm tief; 5-10 Meter lang) und Verwerfungen oder Spurrillen
- Sisophon – Siem Reap (4 Stunden):
- KM 0-80: Erdstrasse, erst ganz o.k., aber staubig, dann wild mit vielen Schlagloechern, interessante Bruecken mit Holzpanelen, 20-60 km/h fahrbar
- KM 80-120: Asphalt, 80-100 km/h fahrbar
- Siem Reap – Kompong Cham (7 Stunden):
- KM 0-65: Asphalt, allerdings viele kurze Umleitungen ueber Erdpisten wegen Brueckenbau
- KM 65-95: Erdpiste, gut
- KM 95-165: Asphalt, sehr gut
- KM 165-200: ab Kompong Thom Erdpiste, sehr schlecht, hier war anscheinend der o.g. Moerserangriff
- KM 200-220: gute Erdpiste
- KM 220-260: Asphalt mit Schlagloechern und 20 bis 50 Meter langen Erdstuecken
- KM 260-305: ab Skun Higway No. 7, Asphalt, sehr gut
- Kompong Cham – Sen Monorom ( 8 Stunden):
- KM 0-150: bis Snuol Highway No. 7, exzellent
- KM 150-195: Logging Road, gut bis sehr gute Erdstrasse, gute Moeglichkeit in Snuol zum Tanken aus dem 180-Liter-Fass (einem Barrel sozusagen)
- Kompong Cham – Phnom Penh ( 2 Stunden):
- KM 0-120: Highway No. 6, Asphalt gut, vor Phnom Penh zunehmend schlechter
- Phnom Penh – Sihanouk Ville (4 Stunden):
- KM 0-260: Highway No. 4, Asphalt gut
- Chamkar Luang – Koh Kong City (6 Stunden):
- KM 0-180: Highway No. 18, Erdpiste mit fiesen Querrinnen, autsch, 4 Faehren jeweils 1 Dollar pro Motorrad
(Kai Grimmel, Trat / Thailand, 14.01.2004)
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