Grenzerfahrung ...
Bikes on World Tour
junge Seele in Myanmar
direkt hinter der Grenze von Mae Sai

Hoffnung macht den Tag erst schoen

Ein Kinderheim im Norden Thailands direkt an der Grenze zu Myanmar zu besuchen, kann ein sehr bedrueckendes Erlebnis sein. Kann, muss es aber nicht. Und so ist es auch fuer uns . Es ist ein beeindruckender und schoener Tag, den wir zusammen mit Harry und Flo aus Deutschland, Ngaow und den Kindern von Childlife in Mae Sai verbringen. Harry und Flo haben wir auf unserer Reise in Rumaenien kennengelernt und hier in Thailand treffen wir uns nun wieder. Da die Beiden aktiv Child Life unterstuetzen und ihren Thailandurlaub nutzen, um mal vor Ort zu schauen, wie das Projekt so gedeit, nutzen wir die Gelegenheit und begleiten die Beiden.

Ngaow (mehr ueber ihm hier), der junge Leiter des Kinderheimes hat vor Jahren, die ersten Kinder mit nach Hause genommen, fuer sie gekocht und sie unterrichtet. Er musste sich Geld leihen, um Nahrungsmittel zu kaufen. Nach einiger Zeit der Not fand er Unterstuetzung durch den “Save the Children Fund" in Chiang Rai. Deutsche Unterstuetzung durch “Hope for Life“ kam dazu und nun koennen ueber 60 Kinder in eine bessere Zukunft schauen. Denn fuer viele burmesische Kinder, die im “golden Dreieck” leben, dem ehemaligen Rauschgift-Eldorado Asiens, ist das Leben nicht einfach. Der Buergerkrieg in Burma, die schwierige wirtschaftliche Situation, oftmals die Drogenabhaengigkeit der Eltern, das Leben als Drogenkuriere laesst die Kinder von zu Hause weglaufen und das Glueck auf der Strasse suchen. Dass dort das einzige Glueck ist, von Ngaow aufgesammelt zu werden, merken die meisten schnell.

Wir verbringen den Tag damit, uns das Kinderdorf in Mae Sai anzuschauen und ueber die Grenze zu gehen, um die Lage vor Ort in Burma zu sehen. Und immer sind Kinder um uns herum. Sie sind nicht schuechtern, nein ganz im Gegenteil. Oft haben wir ein Kind auf dem Schoss, haben mehrere Kinder an der Hand und koennen uns nicht retten, falls wir anfangen, mit einem ein weing zu spielen. Sofort sind alle anderen da und wollen auch ihre Portion Aufmerksamkeit von den Auslaendern bekommen. Besonders ruehrt es mich, dass wir mittags extra in einem Restaurant halt machen, in dem ein kleiner Junge arbeitet, der frueher im Kinderdorf gelebt hat, nun aber von der Mutter zurueck geholt wurde. Ngaow faehrt hier regelmaessig vorbei, um mit dem Kind zu sprechen. Noch immer haengt sein Herz an dem kleinen Kerl. Ngaow, ein junger Mann (knapp 30 Jahre alt), der sein Leben ganz den Kindern widmet und nicht viel Aufhebens darum macht. Das beeindruckt uns am meisten.

Abends kommen wir voellig geschafft nach Hause. Es gibt nicht viel zu sagen. Wir schauen uns noch einmal die Bilder der digitalen Kamera an. Die grossen Kinderaugen sind das, was uns gefangen nimmt. Die Kinderaugen sind immer der Hingucker, das was unser Herz erweicht. Aber wenn den Kindern jetzt Hilfe gegeben wird, dann werden sie, wenn die grossen Kinderaugen zu Erwachsenaugen geworden sind, in eine weniger schlechte Zukunft blicken. Das hoffen wir jedenfalls. Und deswegen unterstuetzen wir Childlife und Hope for Life gerne. Wir haben unsere beschauliche Kleiderkammer durchstoebert und Entbehrliches zusammen mit etwas Geld gespendet.

Wenn ihr auch helfen wollt:

Hope for Life - Menschen in Not

  • Konto-Nr: 18108615
  • BLZ: 672 500 20
  • Sparkasse Heidelberg

Viel mehr Informationen (in Deutsch) gibt es auf den Homepages

http://www.childlife-maesai.org

htttp://www.hopeforlife.de

((Ulrike Teutriene, Bali / Indonesien, 23.04.2004)